Augrabies Falls National Park Der Augrabies Falls National Park liegt im Nordwesten Südafrikas, nicht weit von der Grenze zu Namibia, am Fluss Oranje.
Neben der eigentlichen Attraktion, den Wasserfällen die sich über eine Breite von 150 Metern bis zu 56 Meter in die Tiefe stürzen, gibt es Wanderwege die zum Bewältigen teilweise Kletterpartien und das Überwinden von Bächen benötigen.
Mit etwas Glück kann man auch Tiere beobachten. Wir sahen z.B. Klippspringer, Meerkatzen und jede Menge Echsen.
Die Vegetation ist spärlich, am Oranje selbst jedoch dichter.
Übernachten ist in einem der Chalets oder auf dem Campingplatz möglich.
Im Park gibt es außerdem Tankstelle, Supermarkt, Restaurant und Schwimmbäder.
Cape Cross Cape Cross heißt der in der Skeleton Coast am Atlantik gelegene Ort. Es ist der Ort in der nördlichen Namib, an dem 1486 der Portugiese Diogo Cão als erster Europäer seinen Fuss auf Südwestafrika setzte.
Das original Kreuz, das er dort errichte, gibt es seit über 100 Jahren in einem Berliner Museum zu besichtigen.
Heute stehen dort 2 Kopien des Kreuzes und Gedenksteine.
Außerdem ist hier eine Zwergpelzrobbenkolonie zu bewundern. Wohl zwischen 50 000 bis 100 000 Tiere leben hier.
Der Gestank und Lärm den sie verursachen ist nicht zu unterschätzen.
Cape Town (Kapstadt) Cape Town liegt im Südwesten Südafrikas und gehört zu einer der ersten Stadtgründungen im südlichen Afrika. Sie wird daher auch gerne die "Mutterstadt" Südafrikas genannt. Der Tafelberg, das Wahrzeichen Cape Towns, überragt die gesamte Stadt und prägt das Stadtbild.
Vor den ersten europäischen Siedlern besiedelten die Sans und Khois das Gebiet.
Cape Town hat heute weit über 2 Millionen Einwohner, ist aber nur die drittgrößte Stadt Südafrikas nach Johannesburg und Durban.
Sie ist Sitz des südafrikanischen Parlaments.
1. und 3. Welt treffen hier hart aufeinander. Neben beeindruckenden Hochhäusern und Spoppingmalls, dem Stadtteil Boo Kap mit seinen bunten Häuschen gehören auch die Townships, wie z.B. Khayelitsha dass zweitgrößte Township Südafrikas nach Soweto, mit ihren Wellblechhütten zum Stadtbild. Die Townships sind auch heute noch ein Zeugnis der Apartheidspolitik vom zum Glück vergangener Jahre.
In der Stadt selbst finden sich auch heute noch Gebäude der frühen Besiedlung wie z.B. das "Castle of Good Hope" und so lohnt sich ein Stadtbummel.
Zum Shoppen eignet sich die "Victoria & Alfred Waterfront", direkt am Hafen. Nebenan ist auch das "Two Ocean Aquarium". Cape Town selbst rühmt sich damit die Stadt an den zwei Ozeanen (Atlantik und indischer Ozean) zu sein, was jedoch nicht ganz exakt zu trifft. Vom Hafen aus können per Schiff auch Besichtigungstouren zur Robben Island, der Gefängnisinsel, auf der u.a. Nelson Mandela 18 Jahre seiner Haftzeit verbrachte, gemacht werden.
Neben Cape Town selbst bietet die gesamte Kapregion interessante Ausflugsziele. Dazu gehört neben dem Wineland, woher der leckere südafrikanische Wein kommt, auch das Kap der guten Hoffnung, oder Boulders Beach, wo man Pinguine beobachten kann.
Damaraland Landschaftlich gehört unseres Erachtens dieses Gebiet mit zu dem Schönsten, was man in Namibia sehen kann.
Es liegt in Nord Westen des Landes, in etwa zwischen Spitzkoppe im Süden und Kaokoveld im Norden. Tywelfontein, Orgelpfeifen und der verbrannte Berg gehören auch zum Damaraland.
Weite Ebenen, faszinierende Bergmassive. Bäume und Sträucher. Mal weißlicher Sand oder Steinboden, mal mehr rötlicher. Insgesamt eine sehr abwechslungsreiche Landschaft.
Immer mal wieder kann man Springböcke und Schakale sehen. Mit viel Glück auch mal Elefanten oder Giraffen.
Es gibt hier keine großen Farmen, sondern nur Kleinbauern, deswegen auch keine Zäune oder Weiden über große Gebiete. Die Bevölkerung hat Ziegenherde oder auch Esel. Eselskarren werden häufig von ihnen als Transportmittel verwendet.
Die Bezeichnung Damaraland stammt noch aus Apartheidszeiten, als dieses Gebiet als Homeland für die Damara ausgewiesen wurde.
Etosha Nationalpark Der Etosha Nationalpark gehört zu den großartigsten und wichtigsten Wildschutzreservaten der Erde und liegt im Norden Namibias. Er erstreckt sich über ein Gebiet von 22912 qkm und wurde bereits 1907 gegründet. Seine ursprüngliche Größe war jedoch bedeutend größer. Im Laufe der Zeit rang der Mensch dem Wild jedoch immer mehr Platz ab.
Das Herz des Parks bildet die knapp 5000 qkm unwirkliche Salzpfanne. Etosha ist die Heimat vieler unterschiedlicher Wildtiere und der Mensch ist hier nur Gast. Nur ein kleiner Teil des westlichen Parks ist für ihn erschlossen. Bei Sonnenuntergang muss man in einem der drei Camps in Okaukuejo, Halali oder Namutoni eintreffen. Übernachten direkt im Park ist nicht erlaubt.
Goegap Naturreservat Das Goegap Naturreservat liegt ca. 15 km südöstlich der südafrikanischen Stadt Springbok und besteht erst seit 1990. Die Größe beträgt ca. 15000 ha. Es gibt 45 Säugetierarten, 25 Repitilienarten und 3 Amphibienarten im Park. Das Hartmann Bergzebra gehört dabei zur wichtigsten Art.
Daneben sollte unbedingt die Vegetation erwähnt werden. Besonders zur Zeit der Blumenblüte können hier die wundervollen Wildblumen des Namaqualandes bewundert werden.
Neben Fahrtwegen, davon einige 4x4 Strecken die nur per Allrad befahren werden können, kann der Park per Pferd, Fahrrad oder über 2 Wanderstrecken erkundet werden.
Goegap bedeutet in der Namasprache übrigens Wasserloch.
Himba Das Volk der Himba, auch Ovahimba genannt, sind die letzten Nomaden Namibias. Sie sind im Kaokoveld im Nordwesten Nambias an der Grenze zu Angola anzutreffen. Dort leben sie als Rinder- und Schafthirten noch überwiegend nach der Tradition ihrer Ahnen.
Ihre Kleidung besteht aus ledernen Lendenschurzen. Ihren Schmuck stellen sie selbst her. Dazu verwenden sie gerne Eisenteile und Muscheln, die sie eingetauscht haben. Himba-Frauen zermahlen einen rot-braunen Stein und reiben ihren Körper mit diesem Pulver, vermengt mit etwas Butterfett ein. Wurden früher als Schönheitsideal die vorderen Schneidezähne angeschliffen, so geschieht dies heute nicht mehr so häufig. Auf ihre Haare sind die Himbafrauen besonders stolz und pflegen und flechten sie entsprechend.
Die Männer hüten meist das Vieh, die Frauen sind für Kinder und den Hüttenbau verantwortlich. Da sie als Nomaden viel umherziehen, sind die Hütten leicht gebaut. Sie bestehen aus Holz und Kuhdung.
Die Himba sind ein sehr stolzes Volk und so konnten sie der Zivilisation bisher weitesgehend standhalten. Wie lange noch ist jedoch fraglich.
Kalahari Das Kalaharibecken ist ein riesiges, flaches Hochbecken, das sich über mehr als 1,2 Millionen Quadratkilometer erstreckt. Es reicht bis nach Angola hinein und quer durch Botswana bis Zimbabwe und Zambia. Die Kalahari bildet einen Großteil des östlichen Namibia mit der Etoshapfanne und erstreckt sich etwa 500 km von Norden nach Süden.
Die Kalahari wird oft fälschlicherweise als Wüste bezeichnet. Aber in Wirklichkeit besteht sie im Norden aus Trockensavanne, im Süden und im Westrand aus Dornsavanne, durchsetzt mit Salzpfannen, und im äußersten Südwesten aus Halbwüste.
Die rötliche Färbung des Sandes entsteht durch den hohen Eisenoxidgehalt des Bodens. Die Senken (Pfannen) der Kalahari sind eine Folge der Winderosion. Ihr Boden ist nicht so wasserdurchlässig wie der lockere Kalaharisand, so daß hier Wasser über eine längere Zeit stehen kann. Somit ist die Kalahari kein vegetationsloses Dünenmeer, sondern eine von Büschen und Bäumen bewachsene Landschaft. Sie besitzt eine atemberaubende Vielfalt an Flora und Fauna.
Kaokoveld Das Kaokoveld liegt im Norden Namibias und ist die Heimat der Himbas, einem der letzten Nomadenvölker. Es ist ein stolzes Volk, dass noch weitestgehend genau so lebt wie ihre Vorfahren vor hunderten von Jahren.
Im Westen grenzt das Kaokoveld an die Skelettküste, jener unwirklichen Wüste, die so manchen gestrandeten Seefahrer zum Verderben wurde. Im Norden grenzt es an den Kunene, einem der wenigen Flüsse Namibias, der über das ganze Jahr hinweg Wasser führt. Dort sind auch die Epupafälle zu bewundern. Die Wasserfälle stürzen über 30 m in die Tiefe. Ein fast menschenleerer Ort, wie das Kaokoveld eigentlich überall, und trotzdem vielleicht einer der schönsten Plätze dieser Erde.
Nur wenige Touristen verirren sich bisher ins Kaokoveld, da die Fahrt durch schlechte Pisten beschwerlich ist.
In den Trockenflüssen des Hoanib und Hoarusib kann man manchmal Wüstenelefanten antreffen. Diese besondere Spezies hat sich ihrer wasserarmen Umgebung angepasst. Manchmal kann es einem wie uns passieren, daß die Elefanten sogar durch das Camp ziehen.
Kgalagadi Transfrontier National Park Der Kgalagadi Transfrontier National Park gehört zu Südafrika und Botswana und grenzt direkt an Namibia. Zwei (meist) Trockenflüsse durchlaufen den Park. Der Nossob und der Aoub.
Die Grenze zwischen Südafrika und Botswana verläuft direkt durch den Nossob. So wechselt man innerhalb des Parks des öfteren die Grenze. Grenzkontrollen gibt es aber nicht.
Der Park wird durch die Kalahari und deren roten und in den Trockenflussbereichen weißen Sand dominiert und ist entsprechend karg und trocken. Die Landschaft und die Tierwelt sind jedoch absolut faszinierend. Bekannt ist der Park besonders für seine prachtvollen Schwarzmähnen Löwen und die Pfeiffratten.
Mahango Wildreservat Der Mahango Game Park gehört zu den jüngsten und mit ca. 30000 Hektar auch zu den kleinsten Naturschutzgebieten in Namibia.
Er wurde zum Schutze der Natur eingerichtet und kann von Touristen nur tagsüber besucht werden. Mitten durch den Park verläuft die Hauptstraße von Bagani/Divundu zur Grenze von Botswana. Im Osten ist er durch den Okavango begrenzt. Um ihn zu bereisen, ist, vor allem für den westlichen Teil, ein Allradfahrzeug dringend notwendig.
Man findet im Park auch Tiere, die man sonst in Namibia seltener antrifft, wie etwa Pferde-, Rappen- und Moorantilopen oder das scheue Sitatunga. Durch das angrenzen an den Fluß kann man hier auch Flußpferde und Krokodile finden. Auch gibt es dort eine große Population von Elefanten.
Namaqualand Das Namaqualand liegt im Nordwesten von Südafrika und reicht über den Oranjefluss bis nach Namibia hinein. Im Westen reicht er bis zum Atlantik.
Jedes Jahr gegen Ende August verwandelt sich die sonst so karge Landschaft für eine kurze Zeit in ein schier endloses Blütenmeer.
Dies geschieht jedoch nur, wenn vorher genug Feuchtigkeit der Landschaft das nötige Elixier für dieses Wunder gegeben hat.
Im Namaqualand gibt es 3 Nationalparks: den Namaqua National Park, das Goegap Naturreservat und den Richtersveld Nationalpark.
Namib Die Namib gilt als die älteste Wüste der Erde. Ihre Dünen sind teilweise bis 350 m hoch und trennen die Atlantikküste im Westen vom Farmland im Osten Namibias. Besonders beeindruckend sind die dort vorhandenen Salzpfannen, die sogenannten Vleis.
Ab und an geschieht in der Namib ein seltenes Naturwunder. Der Tsauchab erreicht mit seinen Wassermassen das Sossusvlei.Inmitten der Dünen findet sich ein tiefblauer See.
Das erhält noch seltener Wasser, als das etwas tiefer liegende . Die Bäume dort sind längst abgestorben.
Okavango Delta Der Okavango ist mit 1600 km der drittgrößte Fluss im südlichen Afrika und zählt zu den bemerkenswertesten Gewässern der Erde. Er ergiesst sich in die Kalahari Wüste und bildet dort das grösste Binnendelta der Welt. Sein Wasser erreicht jedoch nie das Meer.
Das Delta hat die Grösse von etwa Schleswig Holstein und ist wohl mit eines der letzten großen Tierparadiese, die es noch gibt. Es gibt dort zahlreiche Tiere zu beobachten. Da sich der Mensch viele Jahre wegen Malaria und der Schlafkrankheit nicht in dieses Gebiet traute, ist es heute noch sehr ursprünglich erhalten. Innerhalb des Deltas gibt es nur sehr wenige Zeltlodges. Das Bereisen des Deltas ist ohne Guide nicht möglich. Das Okavango Delta gehört zum UNESCO Weltnaturerbe.
Otjihaenamaparero Otjihaenamaparero ist eine Farm die im Erongo Gebirge liegt. Bekannt ist sie vor allem wegen der dort gefundenen versteinerten Dinosaurierspuren.
Es gibt an insgesamt zwei Plätzen Spuren von Dinos zu sehen; eine Spur eines kleineren und eine eines größere Dinosauriers. Letztere misst ca. 35-45 cm. Hier kreuzen sich zwei Spuren. Die Spuren sind auf ca. 28 m Länge zu zu sehen.
Für kleine Dino Fans ist die Farm sicherlich ein Highlight. Aber auch die Landschaft und auch die Strecke nach Süden, über die D2414 ist ein Genuss. Auf der Strecke passiert man einen kleinen Nationalpark, in dem man auch Tiere, wie z. B. Springböcke und Impalas beobachten kann.
Die Farm besitzt einen sehr schönen Campingplatz mit wenigen Stellplätzen.
Popa Falls Die Popa Falls sind im klassischen Sinne eigentlich gar keine Wasserfälle sondern Stromschnellen. Sie überwinden auch nur einen Höhenunterschied von ca. 2,5 m.
Wenn man jedoch bedenkt, dass der Okavango ansonsten eher gemächlich dahin fließt und in Botswana sogar vollständig in der Kalahari Wüste versickert, sind sie dennoch beeindruckend.
Wegen des unüblichen klaren Wassers werden sie auch "White Water Falls" genannt.
San Die Sans oder Khoisan, von den Weißen auch Buschmänner genannt, gehören vermutlich zu den Urvölkern des südlichen Afrikas.
Heute leben sie hauptsächlich in Botswana und Namibia, oft in unwirtlichen Gebieten wie der Kalahari Wüste. Früher ein Volk von Jägern und Sammlern, müssen sie versuchen sesshaft zu werden. Ihre ehemaligen Jagdgebiete sind Farmland. Sie leben am Rande der Gesellschaft.
Dadurch, dass sie ihr traditionelles Leben nicht mehr führen können, geht ihr unermeßliches Wissen über die Natur auch verloren. Die Sans haben faszinierende Überlebensstrategien in der Dornbuschsteppe und in den Wüstengebieten entwickelt und beherrschen z. B. die Kunst des Spurenlesens wie kein anderer.
Sie überleben in Regionen, in denen andere binnen weniger Tage verhungern oder verdursten würden. Ihre Kenntnis von Heilkräften der Kräuter und Wurzeln ist phenomenal.
Von anderen Afrikanern unterscheiden sie sich durch ihre vergleichsweise helle Haut. Sie sind zierlich gebaut und haben nur eine Größe von ca. 1,40 m bis 1,60 m. Die Sprache der Sans ist eine sogenannte „Klicksprache“, eine Mischung zwischen Buchstaben und Schnalzlauten.
Spitzkoppe Die grosse Spitzkoppe mit einer Höhe von 1728 m sowie die Kleine Spitzkoppe mit 1580 m gehören zu den bekanntesten Wahrzeichen Namibias. Ihre charakteristische Form hat der Spitzkoppe auch den Beinamen "Matterhorn Namibias" beschert.
Die beiden Spitzkoppen entstanden durch Intrusion vor ca. 200 Millionen Jahren. Aufgrund der Höhe sind sie wahre Regenfänger in dem sonst sehr trockenen Damaraland. Diese klimatische Begünstigung veranlasste die Buschmänner in frühen Zeiten dazu, sich in den Höhlen niederzulassen. Noch heute kann man die herrlichen Felsmalereien und -gravuren bewundern.
Der Berg wird sehr gerne von Bergsteigern bestiegen und manch einer musste schon zurück kehren, ohne dass er den Gipfel erreicht hatte.
Die Spitzkoppe ist wohl einer der schönsten Plätze, die man sich zum Zelten aussuchen kann.
Tsodilo Hills Die Tsodilo Hills werden auch Berge der Götter genannt und wer jemals dort war, kann die mystische Stimmung die von diesen Bergen ausgehen, nicht verleugnen. Auch heute noch werden sie von den !Kung Buschleuten als heilig verehrt.
Die Berggruppe besteht aus vier einzelnen Hügeln, dabei ist der Male Hill der Höchste. Besonders bemerkenswert sind die über 4000 Felszeichnungen, wobei die meisten auf dem Female Hill zu finden sind.
Seit Dezember 2001 gehören die Tsodilo Hills zum UNESCO Weltkulturerbe.
Twyfelfontein Twyfelfontein, „zweifelhafte Quelle“, so heißt ein Platz im Damaraland, der hauptsächlich für seine Felsgravuren und Felsmalereien bekannt ist.
Wohl Sans, genau weiß man es nicht, haben hier in vielen hundert Jahren hauptsächlich Tiermuster in den Stein geritzt oder seltener auch gemalt. Das genaue Alter ist unbekannt, man geht aber davon aus, dass die ältesten weit über 2000 Jahre alt sind.
Als Farbe zum Malen dienten auch Kalkstein mit Tierblut vermischt. Die Gravuren wurden wohl mit Quarzsteinen geritzt.
Neben Tiermuster sind meist Jagdszenen zu sehen, seltener auch menschliche Darstellungen.
Die Felsformation „Löwenmaul“ ist ebenfalls sehr bekannt.
Auch Farmer versuchten in dem Gebiet mal ihr Glück mit der Landwirtschaft, gaben ihr Vorhaben wegen der Wassersituation jedoch bald wieder auf. Reste der Farmgebäude sind heute noch zu sehen.
Seit 2007 gehört Twyfelfontein zum UNESCO Weltkulturerbe.
Unweit der Felsgravuren können die Organ Pieps (Orgelpfeifen) besichtigt werden. Dies sind bis zu 5 Meter hohe und vor etwa 150 Millionen Jahren aus Lava entstandene Basaltsäulen, aufgereiht wie Orgelpfeifen.
Das „Glühen“ des Burned Mountains (Verbrannte Berge), eine Erscheinung die zu sehen ist, wenn die rötlichen Strahlen der untergehenden Sonne die Bergspitze berühren, gehört ebenfalls zu den Sehenswürdigkeiten rund um Twyfeltontein.
Waterberg Das Waterberg Plateau wurde ursprünglich als Schutzgebiet für seltene oder bedrohte Tierarten des Caprivi-Zipfels eingerichtet.
Durch die besondere geologische Beschaffenheit, gibt es am Waterberg immer wasserführende Quellen. Dadurch unterscheidet sich die Vegetation und Tierwelt hier stark von der in der Umgebung.
Man vermutet, dass Buschleute die ersten Menschen waren, die in der Waterbergregion lebten. Noch heute sieht man zahlreiche kunstvolle Gravuren in den Felsen, die einzig verbliebenen Zeugnisse aus dieser Zeit.
1873 wurde eine Missionsstation gegründet, die allerdings sieben Jahre später während der Stammeskriege zwischen den Nama und Herero zerstört wurde. 1891 wurde sie jedoch wieder neu aufgebaut.
1904 kam es am Waterberg zu einer Schlacht der Hereros gegen fünf deutsche Truppeneinheiten. Der Wunsch der Hereros war, keine Beschränkung mehr in ihrem Lebensraum. Bei dieser Schlacht kamen tausende Hereros ums Leben. Viele flohen nach Osten in die Trockensavanne, wo die meisten von ihnen qualvoll verdursteten.
Windhoek Windhoek ist Hauptstadt und Regierungssitz des seit 1990 unabhängigen Namibias. Vorher war Namibia einige Jahre deutsche Kolonie, Deutsch Südwestafrika. Danach stand es unter dem Protektorat von Südafrika. Viele Bauten zeugen noch heute von dieser Zeit und nur langsam verschwinden viele der deutschen Straßennamen.
Heute ist Windhoek zudem das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum und mit ca. 200000 Einwohnern auch die größte Stadt Namibias, und die Einwohnerzahl wächst ständig noch weiter an.
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